Zum Inhalt springen

Förderkonzept

Die Entfaltung der Persönlichkeit kann nur gelingen, wenn

… jeder entsprechend seiner Fähigkeiten lernen kann.

… jeder seinen individuellen Interessen nachgehen kann.

Diese Leitsätze bilden die Grundlage für verschiedenste Konzepte zur Förderung an unserer Schule.

Förderung im Regelunterricht und durch besondere Unterrichtsangebote

Grundsätzlich ist der Unterricht an unserer Schule binnendifferenziert angelegt, d.h.  so­wohl leistungsschwächere als auch leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler werden durch die Bereitstellung von Materialien von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad bzw. Unterstützungsgrad oder Aufgaben von unterschiedlicher Komplexität gefördert und ge­fordert. Dies geschieht insbesondere im SegeL-Unterricht der Jahrgangsstufen 5-7, in dem oft auch eine zweite Lehrkraft zur individuellen Beratung zur Verfügung steht, aber auch im jeweiligen Fachunterricht, z.B. im Rahmen der Arbeit mit Checklisten oder Wochenplänen.

Bei drohendem Leistungsversagen wird auf Initiative der entsprechenden Fachlehrkraft in einem Förderplan erstellt. In diesem werden – ausgehend auf Entwicklungsstand und Lernausgangslage, individuellen Stärken und Schwächen sowie Förderchancen und Förderbedarf – gemeinsam mit Erziehungsberechtigten und Schülern definitive Zielvereinbarungen für die Zukunft getroffen, d.h. konkrete Förderaufgaben und/ oder Fördermaßnahmen benannt. Diese werden dokumentiert und von  Erziehungsberechtigten, Schü­lern, Fachlehrkraft und Klassenleitung unterschrieben. Ziel ist neben der Förderung auch, die Schülerinnen und Schüler auf die Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess hin­zuweisen, und Erziehungsberechtigte miteinzubeziehen. Für die Erstellung eines Förderplans steht eine Vorlage zur Verfügung. Alle Förderpläne werden im entsprechenden Be­reich der Schülerakte abgeheftet.

Als Europaschule bieten wir sprachbegabten und interessierten Schülerinnen und Schü­lern die Möglichkeit, Französisch oder Spanisch als zweite Fremdsprache schon ab der 5. Klasse zu lernen. Natürlich ist es auch weiterhin möglich, diese Sprachen oder Latein als zweite Fremdsprache ab der 7. Klasse neu zu beginnen, in der Jahrgangsstufe 9 kann eine dritte Fremdsprache begonnen werden. Dazu bieten wir auch muttersprachlichen Unterricht in Türkisch an. In Jahrgang 11 wird noch einmal ein Anfängerkurs in Italie­nisch angeboten, sodass theoretisch vier Fremdsprachen im Unterricht erlernt werden können. Zudem kann eine AG Chinesisch besucht werden.

Zusätzlich zu dem Angebot an verschiedenen Fremdsprachen können Schülerinnen und Schüler Englisch als bilingualen Unterricht wählen. Beginnend als AG in Klasse 5 stehen dann in den verschiedenen Jahrgängen im Regelunterricht die Sachfächer Geographie, Biologie, Geschichte und Sozialkunde im Zentrum der Aufmerksamkeit. Im Rahmen die­ses Programms können Schülerinnen und Schüler sogar ihre Abiturprüfung in Geschichte/ History und Politik und Wirtschaft/ Politics and Economics auf Englisch abgelegen.

Schülerinnen und Schüler, die sich nicht für das Erlernen einer zweiten oder dritten Fremdsprache entscheiden, wählen ab dem 7. Jahrgang aus unserem Wahlpflichtangebot gemäß ihren Interessen und Fähigkeiten Kurse aus Bereichen wie Sport, Kochen, Werken, Kunst, Informatik o.Ä.

Besondere Förderung

LRS

Zu Beginn des 5. Schuljahres schreiben alle Schülerinnen und Schüler im Deutschunter­richt ein Diktat, um eventuelle Lese-Rechtschreib-Schwächen (LRS) festzustellen. Schü­lerinnen und Schüler, die unterdurchschnittlich im Klassenverband abschneiden, werden im Anschluss mit der Hamburger Schreibprobe (HSP 4-5) erneut getestet.

In einer Klassenkonferenz wird über die Fördermaßnahmen der zu fördernden Schülerin­nen und Schüler eingehend beraten und ein individueller Förderplan erstellt, in welchem der Förderbedarf zusammengestellt wird. Dieser kann schulinterne Förderung durch eine Anmeldung im Förderkurs, Nachteilsausgleich, zusätzliches Training zuhause mit Beglei­tung der Deutschlehrkraft und externe Förderung beinhalten. Der Förderplan wird mit den Schülerinnen und Schüler und den Eltern besprochen. LRS Schülerinnen und Schüler werden in einen LRS Kurs eingeteilt, der wöchentlich ab den Herbstferien zweistündig stattfindet. Im zweiten Halbjahr wird der Förderplan überarbeitet und gegebenenfalls angepasst. Vor den Sommerferien erfolgt eine erneute Testung mit der HSP (5).

Das LRS Konzept wird im 6. Schuljahr erweitert, indem es  verbindliche Vereinbarungen zur Förderung von Schülerinnen und Schülern im Regelunterricht gibt (Rinderle, Fresch Methode), die durch individuelles Fördermaterial zuhause ergänzt werden. Der Fachlehrer kontrolliert die Ergebnisse. Nach den Herbstferien wird der Förderplan fortgeschrieben und im zweiten Halbjahr erneut angepasst. Vor den Sommerferien erfolgt eine erneute Testung mit der HSP. Eine enge Kooperation mit den Ganztagsangeboten erfolgt eben­falls, da viele Kinder die Hausaufgabenbetreuung nutzen, um tägliche Übungen des Fördermaterials dort zu bearbeiten.Bei Bedarf wird diese Vorgehensweise (LRS Konferenzen, Erstellung von individuellen Förderplänen) auch in höheren Jahrgangsstufen fortgesetzt.

Lern Plus+

Auffallend ist, dass einige Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 große Wissensdefizite aus dem Grundschulbereich (Klassen 3 und 4) in den Fächern Mathematik und Deutsch mitbringen. Zu beobachten ist, dass das Grundwissen aus Klasse 3 und 4 zwar grundsätzlich bekannt ist, nicht aber im Lernprozess gefestigt wurde. Bei einigen Schüle­rinnen und Schüler kann man konkret beobachten, dass der Lernprozess bezüglich eini­ger fachlicher Phänomene abgebrochen ist. Diese Schülerinnen und Schüler befinden sich demnach auf dem Wissenstand der Klasse 3 oder 4.

Um dieses Defizit ausgleichen zu können und ihnen ein erfolgreiches Lernen an unserer Schule zu ermöglichen, haben wir ein Förderkonzept erstellt, das unter dem Namen Lern Plus+ läuft. Die Fachkollegen melden zum Halbjahresbeginn pro Klasse ca. zwei bis drei Schülerinnen und Schüler, die fachliche und lernorganisatorische Defizite aufweisen. Diese werden in den Fächern Mathematik und Deutsch in einer Kleingruppenförderung für ein Halbjahr mit einer wöchentlichen Doppelstunde zusätzlich unterrichtet.[1] Beide Lern Plus+ Fächer werden jeweils von einem Kollegen unterrichtet, der auch in Jahrgang 5 eingesetzt ist. Es findet ein enger Austausch zwischen den Lehrkräften des Förderunter­richts und den regulären Fachlehrern der Schülerinnen und Schüler statt. Der Unter­richtsstoff orientiert sich am Lehrplan der Klassen 3 bis 5. Inhalte werden kleinschrittig wiederholt und ganzheitlich eingeübt, um sie zu festigen, damit die Schülerinnen und Schüler darauf aufbauend in der Lage sind,  den Stoff der Klasse 5 größtenteils eigen­ständig zu verstehen und zu bearbeiten.

Profilierungs- und Kompensationskurse

Die NBS bietet in der 11. Klasse verschiedene Kompensations- und Profilierungskurse an. Mit den Kom­pensationskursen wird eine Unterstützung in Bereichen der Fächer Mathe, Englisch und Deutsch angestrebt, die für den Abschluss wichtig sind. Die Kompensationskurse richten sich besonders an Schüler, die (bestimmte) fachliche Defizite ausgleichen müssen und wollen. Die Teilnahme an Kompensationskursen ist für bestimmte Schüler (B-Kurs, Realschule, Note 5, Repetent) verpflichtend. Kompensationskurse können selbstverständlich, sofern Aufnahmekapazität besteht, auch freiwillig gewählt werden.

Die Profilierungskurse richten sich an Schüler, die Interessen über die bestehenden Ver­pflichtungen hinaus verfolgen möchten und keine Kompensation benötigen. Profilierungskurse werden beispielsweise in den Bereichen Physik-Technik, Philosophie, Chinesisch, Informatik oder Sporttheorie angeboten.

Arbeitsgemeinschaften, besondere Projekte, Wettbewerbe, Zertifikate

Ein spezielles Förderangebot zur Vorbereitung auf die Haupt- und Realschulprüfung ist unser schulbezogenes Ostercamp, das durch das HKM unterstützt wird. Interessierte Schülerinnen und Schülern „wiederholen komprimiert die Inhalte des jeweiligen jahrgangsbezogenen Lehrplans beziehungsweise üben gezielt für die Abschlussprüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch oder einer weiteren Fremdsprache. Um in kleinen Gruppen in Lernwerkstätten zu arbeiten und peer learning (Schüler lernen von Schülern) anzuregen und gezielt zu unterstützen, werden Methodentraining, individuelle Rhythmisierung des Lernprozesses, bewegte Pausen etc. miteinander verknüpft.“[2]

Auch im Ganztagsbereich bieten wir unseren Schülerinnen und Schülern Lern- und Förderangebote (Rhythmisierte Lernzeit, Hausaufgabenbetreuung) sowie vielfältige Arbeits­gemeinschaften (u.a. im Bereich Sport, Musik, Sprachen, Naturwissenschaften und krea­tive Gestaltung), die die Entwicklung ihrer individuellen Interessen und Fähigkeiten be­günstigen.[3]

Im Bereich Naturwissenschaften und Technik bieten wir einen Kurs „Jugend forscht“ an, in dem sich die Teilnehmer in kleinen Teams mit selbst gestellten, meist naturwissen­schaftlichen Fragestellungen beschäftigen, diese experimentell bearbeiten und sich bei erfolgreichem Abschluss zu den Wettbewerben „Jugend forscht“ oder „Schüler experi­mentieren“  anmelden können.

Ebenfalls im AG Bereich angeboten wird ein Kurs „Jugend debattiert“, in dem für die Teil­nahme am schulinternen und dann auch bundesweiten Wettbewerb trainiert wird. Debat­tiert wird in zwei Altersgruppen (Klassen 8-10 und Jahrgangsstufen 10-13) und auf ver­schiedenen Ebenen: vom Schul- über den Regional- und Landeswettbewerb bis hin zum Bundeswettbewerb. Im Bereich Sport nehmen Mannschaften unserer Schule regelmäßig in verschiedenen Sportarten (Volleyball, Tischtennis, Schwimmen, Tennis, teilweise auch Turnen, Tanzen und Badminton) an „Jugend trainiert für Olympia“ teil. Das Training er­folgt hier nach Bedarf und in enger Kooperation mit den örtlichen Sportvereinen.

Auch die Teilnahme an anderen nationalen und internationalen Wettbewerben wie dem „Bundeswettbewerb Fremdsprachen“, der „Big Challenge“ und dem „Europäischen Wett­bewerb“ ist üblich. Zudem ermöglichen wir unseren Schülerinnen und Schülern die Vor­bereitung auf und Teilnahme an Prüfungen zum Erwerb von international anerkannten Sprachzertifikaten in verschiedenen Sprachen und auf verschiedenen Niveaus:

Cambridge English Advanced (CAE) und Cambridge English First

Das CAE dient vielen Hochschulen im englischsprachigen Raum als sprachliche Eingangs­voraussetzung für ein Studium in englischer Sprache. Bekannt als CAEist das Certificate in Advanced English eine Prüfung auf sehr hohem Niveau (C1 im Gemeinsamen Europäi­schen Referenzrahmen). Sie ist von Hochschulen, Arbeitgebern und Regierungen weltweit anerkannt. Diese Prüfung öffnet den Schülerinnen und Schülern die Türen zu internatio­nalen Berufschancen. Unter den vielen Einrichtungen, die Cambridge English: Advanced anerkennen, sind: University of Toronto, University of Oxford, Microsoft, IBM, Sony, Bosch, DHL, Credit Suisse.

Dieses Zertifikat Cambridge English First entspricht der Stufe B2 des Gemeinsamen Eu­ropäischen Referenzrahmens und ist ebenfalls international anerkannt.

Die interessierten Schülerinnen und Schüler besuchen einen Vorbereitungskurs, der für alle Jahrgänge der Oberstufe offen ist. Hier machen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Prüfungsformat vertraut und lernen mit der Prüfungssituation umzugehen. Da die NBS ein von Cambridge anerkanntes Vorbereitungszentrum ist, finden die Prüfungen in unserer Schule statt.

DELF - Diplôme d’Etudes en langue française

Das DELF ist ein international anerkanntes Zertifikat für Französisch als Fremdsprache. Es bescheinigt die Kompetenzniveaus A1 bis B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER). Die Zertifikate werden vom französischen Ministerium für Bildung, Hochschulen und Forschung ausgestellt. Die Zertifikatsstufen des DELF kön­nen vollkommen unabhängig voneinander abgelegt werden. Je nach Sprachniveau kön­nen interessierte Schülerinnen und Schüler frei entscheiden, welches Sprachzertifikat sie erwerben möchten. Einmal bestanden, ist das Sprachzertifikat DELF unbegrenzt gültig und attestiert die Beherrschung der vier Sprachkompetenzen Hörverstehen, Leseverstehen, schriftlicher und mündlicher Ausdruck.[4] Die schriftliche Prüfung wird bei uns an der Schule durchgeführt, für die mündliche Prüfung fahren wir gemeinsam zum Institut Français in Mainz. Die Vorbereitung auf die Prüfungen erfolgt im regulären Französischunterricht sowie bei Interesse in einer AG.

Intensivklasse Deutsch als Zweitsprache

Zielsetzung

Ziel des Unterrichts in den Intensivklassen ist die Festigung und der Ausbau grundlegen­der Deutschkenntnisse sowie eine sprachliche und inhaltliche Vorbereitung auf den Über­gang in den Regelunterricht. Dabei wird je nach Alter des Schülers oder der Schülerin ein möglichst früher Übergang in eine Regelklasse angestrebt, um die Masse versäumten Unterrichtsstoffes zu reduzieren. Dennoch soll jedem Kind Zeit für eine solide Ausbildung der sprachlichen, landeskundlichen und unterrichtsorganisatorischen Grundlagen gege­ben werden, um einen erfolgreichen Übergang in die Regelklasse realistisch zu machen. Über ein intensiviertes bzw. entschleunigtes Fördervorgehen zur Einkursung des Schülers oder der Schülerin entscheiden die unterrichtenden Lehrkräfte aufgrund der folgenden Kriterien: Alter des Schülers/ der Schülerin in Hinblick auf die Frage, ob das entspre­chende Kind einen Haupt- oder Realschulabschluss an der NBS erreichen könnte oder im Anschluss an die Beschulung in der Intensivklasse in eine andere Schulform oder in eine Maßnahme wechseln sollte, vorausgehende und Fortschritte in der Alphabetisierung, Or­ganisation und Eigenständigkeit im Unterricht und bei den Hausaufgaben.

Allgemeiner Aufbau und Binnendifferenzierung

Das Curriculum für den Unterricht in der Intensivklasse Deutsch als Zweitsprache setzt sich zusammen aus verschiedenen Lernfeldern, welche jeweils von allen der Klasse zu­geteilten Schülerinnen und Schüler durchlaufen werden, und welche durch das vom Hes­sischen Kultusministerium als Vorschlag vorliegen. Differenziert wird zum einen durch den Einsatz verschiedener Themen zu dem jeweiligen Lernfeld, die sich an den Interes­sen der verschiedenen Altersstufen orientieren sollen. Zusätzlich wird eine Binnendifferenzierung innerhalb der Themengruppen durch verschiedene Aufgabenformate und Anforderungsbereiche vorgenommen. Differenzierung findet außerdem in den Formen der Textproduktion statt, um die unterschiedlichen Fortschritte im Erwerb der lateinischen Schrift zu berücksichtigen sowie die vorausgehende Alphabetisierung im Herkunftsland im Allgemeinen. Hinzu kommen die Länge des Schulbesuchs im Herkunftsland und die dabei erworbenen Kenntnisse zu Arbeitsformen und Aufgabenformaten.

Unterrichtsinhalte (allgemein)

Im Zentrum des Unterrichts stehen zu allererst die Mehrung des Wortschatzes, der Auf­bau und die Festigung grammatischer Strukturen, der Zugang zu literarischen und Sachtexten sowie den darin vorrangig vorhandenen Zeitformen, die Erweiterung des soziopragmatischen Erfahrungsschatzes sowie landeskundliches Wissen.

Darüber hinaus bereitet die Intensivklasse die sukzessive Wiedereingliederung in den Regelunterricht bestimmter Fächer vor und dient dahingehend ebenso der Erweiterung der fachspezifisch sprachlichen Arbeitsmittel.

Nicht zuletzt führt der Unterricht der Intensivklasse die Schülerinnen und Schüler an die Arbeitsweisen in deutschen Schulen sowie – in Ansätzen – das selbstgesteuerte Lernen heran.

Lernkontrollen

Nach Abschluss einer Unterrichtseinheit wird der Leistungsstand bzw. der Lernzuwachs in Form kurzer Tests überprüft. Diese enthalten – je nach Sprachvermögen des Schülers –einen Vokabel- und Grammatikteil, Hörverstehensübungen oder kurze Aufgaben zur Textproduktion. Die Aufgabenstellung wird je nach Komplexität des Themas differenziert gestellt bzw. bewertet, um eher die Entwicklung der einzelnen Schüler als dessen Leis­tung im Klassenvergleich zu betrachten.

Vor Verlassen der Intensivklasse werden die Kinder einem C-Sprachtest unterzogen, um die aufnehmenden Fachlehrer hinsichtlich des Leistungsstandes und der vorgeschlagenen Fördermaßnahmen besser beraten zu können.

Übergang in die Regelklasse

Der Übergang  in die Regelklasse kann jederzeit im Laufe des Schuljahres, vorzugsweise aber zu Beginn der Halbjahre oder zur Zeit der Ferien geschehen. Die Einkursung erfolgt über eine festgeschriebene Informationskette, um eine sinnvolle Klassenauswahl sowie eine entsprechende Vorbereitung der Fachlehrer zu gewährleisten. Die aufnehmenden Lehrer werden durch eine Handreichung zu den Arbeitsweisen in der Intensivklasse sowie organisatorische Besonderheiten beim Unterrichten ehemaliger Intensivklassenschüler informiert.

Obwohl grundsätzlich aufgrund der vom HKM vorgegebenen Richtlinien im Umgang mit Schülern nichtdeutscher Muttersprachen bewertet werden soll, wird die konkrete Umset­zung den Fachlehrern, je nach Aufenthaltsdauer des Schülers/ der Schülerin in Deutsch­land, überlassen. Ziel ist eine Vereinheitlichung des Vorgehens bei Klassenarbeiten sowie die Erstellung von Formulierungsbausteinen bei Aussetzen der Bewertung aufgrund sprachlicher Defizite im Zeugnis.

Integration

Die Integration der Schülerinnen und Schüler der Intensivklasse(n) soll nicht mit Eintritt in die Regelklassen beginnen, sondern schon vorher vorangetrieben werden. Hierzu erar­beitet die SV in Koordination mit den DaZ-Lehrkräften ein Patenprogramm, welches so­wohl gemeinsame Freizeitaktivitäten von Intensivklassenschülerinnen und -schülern und regulären Schülerinnen und Schülern als auch die Hospitation der Intensivklassenschüler im Unterricht ihrer Paten im Regelunterricht vorsieht, um

  1. eine stärkere Identifikation der Intensivklassenschüler mit der Schule und der Schü­lerschaft zu bewirken,
  2. eine stärkere Teilnahme der Regelklassenschüler an der Situation der Intensivklas­senschüler zu fördern,
  3. einen möglichst frühen Einblick der Intensivklassenschüler in den Ablauf und die An­sprüche des Regelunterrichts zu ermöglichen.

Leseförderung

Zielsetzung

  • alle SuS können ihre Lese- und Verständnisdefizite aufholen und wer­den alters- und lernstandsgemäß gefördert.
  • alle SuS erweitern ihren Sprachschatz, ihr Ausdrucksvermögen, ihre Rechtschreibsicherheit
  • alle SuS können durch das geschulte Lesen erfolgreich am Fachunter­richt teilnehmen

Erfolgsindikatoren

  • Teilnahme am Lesewettbewerb
  • Rückmeldungen zu Buchpräsentationen
  • Rückmeldungen zum JuJu Wettbewerb
  • Rückmeldung durch Antolin

Wann?

Was?

Wer?

Womit?

Mit wem?

Bemerkung

 

Für Klasse 5 gilt:

 

Antolin

 

Deutschkollegen mit den SuS

 

 

 

Lesepaten

Die SuS können zuhause lesen und eigenständig ihre Bücher unter ihrem persönlichen Antolin Zugang die Fragen zur Inhaltssicherung beantworten:

Die SuS suchen sich Paten, mit denen sie über ihre Bücher sprechen und dokumentieren dies in einem Heft

Zu Beginn des Schuljahres

Bibliotheksführung mit allen 5. Klassen

Deutschlehrer/ Klassenlehrer/ Bibliothekarin u Santner

5 Schritt Lesemethode

Deutschkollegen mit den SuS

 

 

Die SuS erwerben die Kompetenz, strukturiert mit Texten zu arbeiten, um sich Inhalte zu erschließen und den Aufbau eines Textes zu erkennen.

Markieren wird geübt.

In jedem Raum hängt eine Übersicht zur Orientierung.

 

Bücherkisten pro Klasse erstellen

Deutschlehrer/ Klassenlehrer/ Bibliothekarin

 

 

 

Nach den Herbstferien

Regelmäßiges Lesen und Bearbeiten von Antolin

- Lesepaten suchen und Feedback erhalten

Deutschlehrer/ Lesepaten

 

 

 

 

Vorbereitung einer Buchpräsentation

Deutschlehrer

 

 

 

 

Teilnahme am JuJu Wettbewerb als Klasse und als einzelner SuS

Deutschlehrer/ Bibliothekarin

 

 

 

 

Für Klasse 6 gilt:

 

 

 

 

Zu Beginn des Schuljahres

Weiterführung der Arbeit in Klasse 5: Buchkiste, verbindliches Lesen, Antolin/ Lesepaten

Ganzschriften im Unterricht

Deutschlehrer

 

 

 

Vor den Herbstferien

Vorbereitung auf den Lesewettbewerb:

Strategien des Vorlesens kennen lernen, ausprobieren und bewusst einsetzen, Buchpräsentation im Klassenverband mit integriertem Vorlesen, Ermittlung des Klassensiegers

Deutschlehrer

 

 

 

Vor den Weihnachtsferien im Dezember

Vorlesewettbewerb der 6. Klassen

Schulsieger wird zum Kreisentscheid gemeldet

Deutschlehrer des Jahrgangs

 

 

 

 

 

 

 

Für Klasse 7 gilt:

 

 

 

 

Zu Beginn des Schuljahres

Weiterführung der Arbeit in Klasse 6: Buchkiste, verbindliches Lesen,

Ganzschriften im Unterricht

 

Deutschlehrer/ Bibliothekarin/ Lesepaten

 

 

 

Wann?

Was?

Wer?

Womit?

Mit wem?

Bemerkung

 

Für Klasse 5-7 allgemein:

 

 

 

 

 

Projekt Kicken und Lesen:

Fußballbegeisterte SuS werden zum Lesen eines Fußballbuches motiviert und besuchen ein Fußballspiel

LAZ

 

 

 

 

Für Klasse 5-8 allgemein:

 

 

 

 

Ab den Herbstferien

JuJu  (Jugendbuch-Jury) Wettbewerb

Deutschlehrer/ Bibliothekarin Frau Santner

 

 

 

Ende des Schuljahres

Abschlussfest mit Vorstellung der Lesesieger

 

 

 

 

 

Lesen und Erarbeitung mindestens einer Ganzschrift Im Deutschunterricht mit analytischen und kreativen Aufgaben

Deutschlehrer

 

 

 

 

Zugang zu Antolin

Deutschlehrer

 

 

 

 

Einführung und Wiederholung der

 5 Schritt Lesemethode:

Laminierte Anleitung hängt zur Erinnerung in den Klassenräumen

Deutschlehrer

 

 

 

 

Für Klasse 5-13 gilt:

 

 

 

 

 

Nutzung der Bibliothek

Bibliothekarinnen

 

 

 

 

Lesen und Erarbeitung mindestens einer Ganzschrift Im Deutschunterricht mit analytischen und kreativen Aufgaben

Deutschlehrer

 

 

 


[1] Pro Fach werden jeweils zwei Gruppen parallel unterrichtet.

[2] „Schulbezogene Ostercamps“. Hessisches Kultusministerium. Wiesbaden: 2015. S.5.

[3] Vgl. Konzept Ganztagsbereich

[4] Vgl. Institut Français Deutschland. https://www.institutfrancais.de/franzoesisch-lernen/delf-dalf