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Bilingualer Unterricht

1. Begründung

2. Ziele

3. Verbindlichkeiten

4. Methoden

5. Zulassungsbedingungen

1. Begründung

Die zunehmende Internationalisierung der Wirtschaft und Wissenschaft verändert die Anforderungen, die an zukünftige Arbeitnehmer gestellt werden. Vor diesem Hintergrund ist es erforderlich, dass die Kompetenzen, die Schüler später für internationale Studien oder Kooperationen benötigen, bereits in der Schulausbildung entwickelt werden.

Der Bilinguale Unterricht soll dazu beitragen, die interkulturelle Dimension hervorzuheben und die Internationalität der Lern- und Arbeitsprozesse im und außerhalb des Klassen-zimmers zu simulieren.

Bilinguales Lernen hat bekanntlich einen deutlichen studien- und berufsvorbereitenden Stellenwert. Neben sprachlichen und kulturellen Werten hat eine frühzeitig beginnende und fest im Curriculum integrierte bilinguale Schulbildung daher eine hohe wirtschaftliche Bedeutsamkeit.

Eine weitere Begründung für den Bilingualen Unterricht ist eine erhöhte Attraktivität des Schulangebots.

2. Ziele

Der Bilinguale Unterricht soll nicht als erweiterter Fremdsprachenunterricht verstanden werden. Er soll den SuS eine Plattform anbieten, die die Entwicklung von Kompetenzen in mehreren Sachfächern ermöglicht und dabei die Fremdsprache als Medium für den jeweiligen wissenschaftlichen Diskurs zu benutzen. Die gewünschten Nebeneffekte sind u.a. die signifikante Erweiterung des Fachvokabulars sowie die Bewusstmachung der Relevanz der Lernprozesse in der Fremdsprache. Die SuS lernen, Inhalte aus unterschiedlichen Fachbereichen/Sachfächern in einer Fremdsprache zu verstehen, zu bearbeiten und zu präsentieren. Dies ermöglicht ihnen später das mehrsprachige Lernen, Arbeiten und Kommunizieren.

3. Verbindlichkeiten

Für die Kontinuität und Kohärenz des Konzeptes ist es notwendig, dass der Besuch des Bilingual-Unterrichts während der gesamten Mittelstufe für die angemeldeten SuS einen verpflichtenden Charakter hat. Die interessierten SuS besuchen den Bilingual-Unterricht ab der 6.Kl. Eine vorbereitende AG findet bereits im Jahrgang 5 (2. Halbjahr) statt. Die im Bilingual-Konzept vertretene Sachfächer sind wie folgt: Mathematik (Jhg.6), Geographie (Jhg.7), Biologie (Jhg.8), Geschichte (Jhg.9) und Politik und Wirtschaft (Jhg.10).

Das Bilingual-Konzept setzt sich anschließend in der Oberstufe fort. Die Schüler, die den bilingualen Zweig in der Oberstufe besuchen möchten, belegen die Fächer History und Politics and Economics in der Einführungsphase (Jhg.11) und in der Qualifikationsphase (Jhg.12 und 13). In Hinsicht auf die interkulturelle Kompetenz der künftigen Arbeitnehmer haben die Schüler des Jahrgangs 12 die Möglichkeit, ihr dreiwöchiges Berufspraktikum in verschiedenen Unternehmen, Organisationen oder Institutionen in London zu absolvieren.

Der Bilinguale Unterricht findet wöchentlich in einer Doppelstunde statt. Der Unterricht wird von Fachlehrern mit Lehrbefähigung für das Fach Englisch und - in der Regel für das jeweilige Sachfach - geführt.

4. Methoden

Im Rahmen des Bilingualen Unterrichts wird mit kompetenzorientierten Lernaufgaben und produktorientiert gearbeitet: Theater und Video-Projekte werden von den Schülern eigenhändig geplant und durchgeführt. Es wird zunehmend an außerschulischen Orten recherchiert und gelernt z.B. in Museen, Theater,  lokalen Unternehmen.

Im Jahrgang 8 können die Schüler des Bilingualen Kurses an einer Studienfahrt nach Irland oder England teilnehmen. Dort besuchen sie eine Sprachschule und lernen die irische bzw. britische Kultur kennen. Dabei können sie bereits das Erlernte in die Praxis umsetzen und sich mit den Gastfamilien unterhalten. In dieser Zeit führen die SuS ein Lerntagebuch, welches dann bewertet wird.

   

5. Zulassungsbedingungen

Die Schüler, die sich für den Bilingual-Unterricht interessieren, müssen an erster Stelle Leistungsbereitschaft und Kontinuität mitbringen. Sie müssen außerdem folgende formalen Kriterien erfüllen:

  • in den Hauptfächern Englisch, Mathematik und Deutsch Note 3 oder besser
  • eine gute oder sehr gute Note im Arbeitsverhalten

Mit den neuen Zulassungskriterien entfällt die Option eines B-Bilingual Kurses!