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Berufsorientierung (BSO)

Bezug zum Leitbild

Die Entfaltung der Persönlichkeit kann nur gelingen, wenn…

3. …jeder selbst Verantwortung für die Entwicklung seiner Persönlichkeit und seinen

    Lern­fortschritt übernimmt.

  • Deshalb leiten wir die Schülerinnen und Schüler bereits in den unteren Jahrgän­gen zu einem eigenverantwortlichen individualisierten Lernen an. (SegeLn, Portfo­lio, Lernentwicklungsgespräche, Aktionswochen, Projektarbeit, Methodencurricu­lum, Profilwoche in der Oberstufe, Selbstständige Schule, Projektprüfungen Jg. 9 etc.)
  1. … jeder Entwicklungschancen für seine Zukunft kennenlernt.
  • Deshalb ermutigen wir die Schülerinnen und Schüler zur Kontaktaufnahme mit ih­rer zukünftigen Berufswelt und zur Erprobung ihrer Fähig- und Fertigkeiten in der Arbeitswelt.
    (Praktika, Berufsorientierung, Kooperation Schule Wirtschaft etc.)
     

Die konsequente Beachtung dieser Leitsätze führt dazu, dass die NBS allen Schülerinnen und Schülern den Raum zur Entwicklung von Berufswahlreife bietet.

Förderung der Berufswahlreife

Um zur Berufswahlreife zu gelangen, sollen die Schülerinnen und Schüler Selbsteinschätzungskompetenz und Informationskompetenz erlangen. Dabei wird zunächst eine Interessensanalyse (Vorlieben und Neigungen kennenlernen, beobachten und dokumentie­ren), dann eine Kompetenzanalyse (Stärken und Schwächen, Fertigkeiten und Fähigkei­ten, Kenntnisse und Kompetenzen kennenlernen, beobachten und dokumentieren) durchgeführt. Dann lernen sie auf dieser Basis Tätigkeiten und Berufe kennen, erhalten Informationen und Unterstützung und sammeln schließlich praktische Erfahrungen in der Arbeitswelt. In einem letzten Schritt schließlich hilft Bewerbungstraining bei einer erfolg­reichen Entscheidung für den Berufsweg.

BSO-Curriculum der Schule

Das BSO-Curriculum wird sich auf der Schulhomepage (www.nellbreuningschule.de) be­finden, sobald diese neu gestaltet ist. Das Curriculum ist vor allem im Fachcurriculum für Arbeitslehre, das in den Jahrgängen 7 bis 10 jeweils mit einer Wochenstunde unterrichtet wird, verortet. Es versteht sich aber grundsätzlich als fächerverbindend und in jedem einzelnen Baustein werden mögliche Verbindungen zu anderen Fachcurricula ausgewie­sen. Die Team- und Fachkonferenzen beraten und beschließen die jeweilige Beteiligung an der Umsetzung des BSO-Curriculums zu Beginn des Schuljahres 2016/2017. Am Ende des Schuljahres findet eine Auswertung statt und die Beteiligungen werden für das nächste Schuljahr festgeschrieben.

Die Berufs- und Studienorientierung (BSO)

Die Berufsorientierungsmaßnahmen der NBS basieren auf den Erfahrungen aus der Mit­arbeit im hessischen Programm "Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit bei der Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen" (OloV), Austausch mit der ERS in Dietzenbach und der Zusammenarbeit mit der BerufsWegeBegleitung und der Jugend-Sozialarbeit der Stadt Rödermark.

Die Maßnahmen zielen darauf, dass …:

(1) … möglichst kein Schüler die NBS ohne einen Abschluss bzw. eine angemessene Per­spektive verlässt.

(2) … neben dem Erwerb eines Schulabschlusses die Studien- und Ausbildungsfähigkeit bei jedem einzelnen Schulabgänger ein zentrales Anliegen darstellt.

(3) … eine möglichst passgenaue Vermittlung (an den Fähigkeiten und Interessen der Jugendlichen orientiert) in ein entsprechendes Ausbildungsverhältnis oder für einen ein­sprechenden Studiengang erreicht wird.

Dementsprechend kennzeichnen sieben Grundgedanken das BSO-Konzept:

(1) Der BSO-Prozess beginnt frühzeitig (im 7. Schuljahr) und wird i.d.R. von dem Klas­senlehrer gesteuert, der das Fach Arbeitslehre unterrichtet.

(2) Zur intensiven Einbindung des Schülers und der Eltern ist die Dokumentation des BSO-Prozesses im Berufswahlpass unerlässlich.

(3) Berufsorientierung geht einher mit Qualifikation und Kompetenzerweiterung und steht somit in engem Zusammenhang mit Förderung (z.B. durch Angebote im Ganztagsbe­reich) und Förderplanarbeit.

(4) Kompetenzfeststellungsverfahren ergänzen die vorliegenden Erkenntnisse über das Leistungsvermögen des Schülers.

(5) Der Schwerpunkt der Berufsorientierung ist im Arbeitslehre- und Wahlpflicht-Unter­richt verortet, der Prozess wird jedoch grundsätzlich fächerverbindend verstanden.

(6) Für eine realistische Einschätzung persönlicher Möglichkeiten und Chancen haben reflektierte Praxiserfahrungen (Praktika, Betriebserkundungen) einen hohen Stellenwert.

(7) Für die Unterstützung dieses Prozesses werden bestehende Netzwerke gepflegt und weiterentwickelt.

Schulinterne Strukturen für BSO

Frau Flemmer ist die Koordinatorin für BSO in der Mittelstufe und der GOS, sie wird in der Mittelstufe von den Hausleitern Frau Hilsberg und Hr.n Kirchner und in der gymnasi­alen Oberstufe von der Aufgabenfeldleiterin (Aufgabenfeld 2) Frau Schneider unterstützt, die alle Mitglieder der Schulleitung sind.

Außerdem arbeiten die BerufsWegeBegleiterin, Frau Till, und die Sozialarbeiterin, Frau Martin-Pfau, bei der BSO mit.

Die Aufgaben der BSO-Koordinatorin sind u.a.:

  • Information der Klassen-/AL-Lehrer und teilweise der Eltern über die BSO in den einzel­nen Jahrgängen
  • Information der Eltern in einem Elternbrief für die Jahrgänge 8 und 9 vor Beginn des neuen Schuljahres
  • Organisation diverser BSO-Veranstaltungen wie z.B. Messebesuche, KomPo7, Bewer­bertraining, Schnuppertage an Hochschulen, Informationsabende zu Studienangeboten
  • Kooperation mit außerschulischen Partnern
  • Organisation der Studien- und Berufsberatung in der GOS
  • Information der Tutoren über BSO- Maßnahmen in der GOS
  • Vertreten der NBS bei Kreissitzungen von OloV

Die Aufgaben der Hausleitung/Aufgabenfeldleitung sind u.a.:

  • Koordination der Praktika
  • Organisation von Elternabenden zur BSO
  • Information der Jahrgangsteams in der Sek I zu BSO Maßnahmen
  • Information der Eltern in einem Elternbrief für die Jahrgänge 7-9 vor Beginn des neuen Schuljahres

Die Aufgaben der BerufsWegeBegleitung sind u.a.:

  • Unterstützung der Klassen/Al-Lehrer bei der BO
  • Unterstützung bei Kompetenzfeststellungsverfahren
  • Einzelfallberatung
  • Organisation der Berufsberatung der Agentur für Arbeit in der Sek I
  • Organisation von interessengesteuerten Betriebsbesichtigungen
  • Kooperationen mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Rödermark, Betrieben und Insti­tutionen
  • Vertreten der Schule bei Regionalsitzungen von OloV

Die Aufgaben der Sozialarbeit sind u.a.:

  • Unterrichtsarbeit zu sozialen Kompetenzen
  • Organisation des Sozialpraktikums
  • Unterstützung bei Kompetenzfeststellungsverfahren

Die entsprechenden Fachkollegen werden am Ende des Schuljahres bei den Übergabe-Konferenzen der Jahrgänge über die im neuen Schuljahr anstehenden Aktivitäten infor­miert. Auch die nötigen Unterlagen werden dabei digital und in Papierform weitergege­ben. Dabei unterstützen OloV-Koordinatorin, Hausleitung und BerufsWegeBegleitung die Teamsprecher der Sek I.  Über die einzelnen Großveranstaltungen werden alle Kollegen entsprechend vorher in Kenntnis gesetzt.

Für Rückfragen steht die Koordinatorin persönlich oder per Mail zur Verfügung. Die Termine und weitere wichtige Informationen zur BSO unserer Schule befinden sich auf der Homepage bzw. per Aushang am Schwarzen Brett.

Kooperationen mit außerschulischen Partnern

Die Schule verfügt über dauerhafte Kooperationen mit außerschulischen Partnern aus Rödermark, Dietzenbach und dem Rodgau. Die Koordinatorin und die BerufsWegeBegleiterin sind ständig bemüht, diese Kooperationen auszubauen, um den Schülerinnen und Schülern ein größtmögliches Wahlangebot an Betrieben und Wirtschaftsunternehmen zu ermöglichen. Die Kooperationspartner werden regelmäßig zu Veranstaltungen in die Schule eingeladen, z.B. Tag der offenen Tür, Präsentation. Entsprechende Pressemitteilungen werden auf der Homepage veröffentlicht.

Kooperationen mit Eltern bzw. mit den gewählten Elternvertretern

Die Eltern haben die Möglichkeit, sich sowohl auf der Homepage der Schule als auch bei entsprechenden Elternabenden über die BSO zu informieren. Wichtiges Informationsma­terial geht ihnen in Papierform und/oder digital zu. Die Eltern können die Schule unterstützen, indem sie z.B. zu Betriebsbesichtigungen mitfahren, in eigenen Betrieben Besichtigungen oder Bewerbertraining anbieten.

Wichtige Bausteine der BSO

Die einzelnen BSO-Prozesse werden im Teil 2 dargestellt.

Dokumentation und Auswertung

Die BSO-Aktivitäten werden unterschiedlich dokumentiert. Bei Einzel- oder Klassenaktivitäten wie Selbst- und Fremdeinschätzung, Berufe recherchieren und präsentieren, Bewerbertraining, Messe-  oder BIZ-Besuch u.v.m. werden die Ergebnisse in Form von Pla­katen in der Lerngruppe präsentiert. Jeder Schüler muss diese Bausteine im BWP-Ordner dokumentieren, der anschließend benotet wird.

Die Erfahrungen beim Girls´/Boys´ Day und den Praktika werden in einem Bericht doku­mentiert, der im Fach Arbeitslehre in der Sekundarstufe I und im Fach Politik und Wirt­schaft in der Sekundarstufe II benotet wird. Es ist geplant, Abschlussveranstaltungen zu organisieren, zu denen Unternehmen, Eltern, Schüler des folgenden Jahrgangs und die Presse eingeladen werden.

Im Team der Lehrkräfte, die die Aktivitäten durchführen, werden bei Teamkonferenzen oder spätestens bei den Übergabe-Konferenzen am Ende des Schuljahres, die Auswer­tung besprochen und evtl. erforderliche Modifizierungen in Absprache mit der Koordina­torin festgelegt.